Go Ahead! Mitarbeiterworkshop 2012

Gepostet inEinblicke am 09. Mai 2012 von Lys Kudamadayil – Kommentiere als ErsteR!

Tag I: Freitag, der 13.

Freitag, dem 13. April 2012 wurde von vielen bei Go Ahead! geradezu entgegengefiebert. An diesem vermeintlichen Unglückstag war schließlich der Auftakt für den alljährlichen Mitarbeiterworkshop und die sich daran anschließende Mitgliederversammlung.

An diesem sonnigen Nachmittag konnten aufmerksame Passanten junge Menschen mit großen Rucksäcken dabei beobachten, wie sie mit suchenden Blicken durch die schöne Bremer Innenstadt streiften und schließlich auf die Räume des BHV Hafenclubs zusteuerten. Dort trafen sie dann auf UnterstützerInnen von Go Ahead! aus der ganzen Republik. Aufgrund der dezentralen Struktur des Vereins kannte man die meisten seiner MitstreiterInnen bislang nur aus E-Mails. Umso größer war die Freude, seine Brieffreunde des 21. Jahrhunderts endlich persönlich zu treffen.

Nach einem kurzen Abstecher zum Büffet, das die GastgeberInnen des diesjährigen Workshops, die Bremer Hochschulgruppe, mit viel Liebe hergerichtet hatte, ging es auch schon los. Nach einer kurzen Begrüßung durch Tilman und durch den BHV kamen die Teams aus den verschiedenen Arbeitsbereichen (z.B. Freiwilligenvermittlung, Patenschaftsprogramm) und die VertreterInnen aller Hochschulgruppen zusammen.  Man konnte Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Alltagsgeschäft austauschen, Kritik üben und vor allen Dingen Ideen für neue Projekte sammeln. Das Treffen war vor allem aber auch deswegen wertvoll, um sich als Teil eines Teams zu begreifen, denn dieses Gefühl kann bei der vielen Arbeit vor dem PC schnell mal verloren gehen.

Im Anschluss wurde fließend in den geselligen Teil des Abends übergeleitet, der besonders durdh das großzügige Geschenk von unserem Geburtstagskind Wolfgang (viele erfrischende Kaltgetränke) befördert wurde…

Freitag, den 13., beendeten wir Go Ahead!ler daher überaus glücklich und zufrieden.

Tag II: Go Ahead! ist eine Hummel

Tag II unseres Workshops begann mit einem ganz besonderen Leckerbissen. Für einen Vormittag stieß ein Motivationstrainer aus Berlin zu uns, der ehrenamtlich ein Coaching für uns anbot. In diesem sehr lehrreichen Coaching ging es darum, nachhaltig unsere Motivation für unser Engagement bei Go Ahead! zu stärken und Wege zu finden, für dieses Engagement ausreichend Zeit im studentischen Alltagsleben zu finden.

Ein solches Coaching war für viele bei uns im Team ein Anliegen gewesen, denn die durchweg positive Entwicklung des Vereins in den letzten Jahren hat bei vielen MitarbeiterInnen auch dazu geführt, dass sich der Zeitaufwand teilweise deutlich erhöht hat.

Wir alle haben uns sicherlich gemerkt, dass wir zuerst das Nötige und dann das Mögliche tun werden, um dann das Unmögliche zu schaffen. Im Facebook-Status von einigen TeilnehmerInnen las man im Anschluss an den Workshop, dass sie Hummeln seien. Hummeln fliegen nämlich nur, weil sie nicht wissen, dass sie eigentlich zu dick dafür sind. Was das für unseren Verein heißt… ähm, das zu interpretieren, wird an dieser Stelle nicht gewagt.  Kommen wir also lieber zum nächsten Tagesordnungspunkt, nämlich Pizzaessen auf den Treppen der Bremer Bürgerschaft.

Danach ging es direkt in verschiedene Arbeitsgruppen,  in denen von den Zukunftsperspektiven des Vereins bis zur Frage nach politisch korrekter Kommunikation viele Punkte diskutiert wurden, die uns gerade bei Go Ahead! beschäftigen. Nach einer kurzen Kaffeepause und der Vorstellung der Ergebnisse, ging es dann wieder in Kleingruppen weiter. Und aktuelle Anliegen, wie der anstehende Geburtstag von Go Ahead! sowie die Frage nach einer besseren Einbindung und Einarbeitung von neuen MitarbeiterInnen wurde diskutiert.

Ein Wochenende ist sehr wenig Zeit und wir hatten viel zu besprechen.

Von der zweiten Arbeitssession ging es also fast fließend über zu einem weiteren Höhepunkt des Workshops. Ben Khumalo, Apartheidsaktivist und Mitglied von Go Ahead! hatte sich die Zeit genommen, zu uns zu stoßen und in Form eines Kamingespräches etwas über seine Vergangenheit zu erzählen, sowie seine Einschätzungen zur heutigen Lage Südafrikas zu schildern.

Nach diesem eindrucksvollen Abschluss des offiziellen Programmes begossen wir unseren wohlverdienten Feierabend mit echtem Bremer Bier und zogen schließlich aus in die schöne Bremer Nacht…

Tag III: Die Mitgliederversammlung

Sonntag, der 15. April 2012 begann für die meisten TeilnehmerInnen der Workshops mit einer großen Tasse Kaffee. Nach einer langen Nacht waren viele von uns recht müde. Heute stand die Jahresmitgliederversammlung auf dem Programm. Im Rahmen dieser Versammlung wird der Tätigkeitsbericht des Vereins im vergangenen  Jahr verlesen, der Finanzbericht vorgestellt und Vorstand und Kassenprüfer neu gewählt.

Was sich erst mal dröge anhört, ist in Wirklichkeit eine ganz wichtige Übung für uns, denn die Mitgliederversammlung gibt uns als Verein die Gelegenheit, zurückzuschauen auf das, was wir in einem Jahr geleistet haben, zu rekapitulieren, welche konkreten Projekte wir unterstützt haben, und zu prüfen, wie verantwortungsvoll wir mit unseren Mitgliedsbeiträgen umgegangen sind. Die Mitgliederversammlung bietet aber auch die Möglichkeit, Ziele für das neue Geschäftsjahr zu formulieren und mit der Wahl des neuen Vorstandes auch eine Gelegenheit, frischen Wind in die Vereinsarbeit zu bringen.

Bei der Vorstellung des Jahresberichts und des Finanzberichts durch Tilman und Wolfgang war schnell klar, dass wir uns wahrlich als Hummeln erwiesen hatten. Mit BreakTheCycle war die erste große Advocacy-Kampagne von Go Ahead! sehr erfolgreich über die Bühne gegangen. Wir haben Vereinsmitglied Nummer 600 begrüßen dürfen und konnten im Jahr 2011 über 148.000 Euro für unsere Projekte im südlichen Afrika ausgeben! Auch die Berichte der diversen Bereichsleitungen waren höchst erfreulich, denn alle Bereiche konnten Wachstum und Fortschritte vorweisen.

So gingen wir gut gestimmt zum nächsten Agenda-Punkt über – der Wahl des neuen Vorstandes. Nach fünf bzw. über zwei Dienstjahren sind Wolfgang Bildhauer, David Steinacker und Tobias Maaßen nicht mehr zur Wahl angetreten und mit der Wahl von Sophia Merckens als 2. Vorsitzende und Tobias Pristl als neuen Kassenwart sowie Johanna Reimers sind drei neue Gesichter in den Vorstand gewählt worden.

Mit großem Applaus wurden die ausscheidenden Vorstandsmitglieder verabschiedet und die Neuen wurden ebenso begeistert im Amt willkommen geheißen.

Nach der Wahl zwei neuer Kassenprüfer wurde die Mitgliederversammlung offiziell beendet.

Es war wieder einmal ein super Erlebnis und das Wochenende hat uns als Verein gute Impulse für das kommende Geschäftsjahr gegeben.

Das Home of Hope steht

Gepostet inHomes of Hope am 04. April 2012 von Barbara Scharfbillig – Kommentiere als ErsteR!

Nach vielen Umwegen und Hürden sind wir sehr stolz, das neue HoH-Gebäude (Homes of Hope) präsentieren zu können. Das Kindergartengebäude  im Township Epako steht. Zwei Klassenräume in der Größe von einmal 36 und einmal 60 Quadratmetern sowie einen Abstellraum hat das engagierte HoH-Team in Epako gebaut und natürlich viele viele Meter Schilfzaun verlegt. Toiletten und Veranda beenden die namibischen Freiwilligen in der nächsten Woche.

Doch es gibt noch weitere gute News. Nicht nur von namibischen Farmern erhält der Kindergarten Unterstützung in Form von Lebensmitteln, auch das Bildungsministerium wurde durch unser Projekt auf den Kindergarten aufmerksam. Jetzt dürfen die beiden Kindergärtnerinnen Cecilia und Martha nächsten Monat am staatlichen Training für Vorschullehrerinnen teilnehmen. Ein toller Erfolg.

Lob für das HoH-Team gab es nicht nur von Seiten der Stadtverwaltung, sondern auch von Programmleiter Kingston, der für die Working Group of Indeginous Minorities in Southern Africa (WIMSA) den Kindergarten betreut. Er bedankte sich herzlich für das gelungene Projekt. „ Niemand kann in der Resettle Area in Epako arbeiten, weil es schwierig ist, den Transport zu koordinieren, es keinen Strom und ausgebildete Arbeitskräfte gibt und weil man nichts Permanentes bauen darf. Aber eure Idee mit dem Wellblechhaus war hervorragend und ihr habt es geschafft, gemeinsam mit den Menschen aus Epako etwas Schönes zu erschaffen. Ich danke euch und bin sehr beeindruckt.“

Aber das ist noch nicht alles aus Namibia. Einen Tag bevor die Freiwilligen ihr Projekt in Epako beenden, besuche ich das Homes of Hope Schülerheim aus dem Jahr 2011, welches an der botswanischen Grenze in Eiseb liegt, und bringe gute Neuigkeiten mit. Nach den Renovierungsarbeiten durch unser Team 2011 hat die namibische Regierung entschieden, das Schülerheim in Eiseb zu übernehmen. Dies bedeutet nicht nur genügend Essen und Wasser für die Kinder, sondern auch Gehälter für die BetreuerInnen und Köchinnen des Schülerheims. Zudem wird ein dritter Schlafraum gebaut und Duschen installiert. Ein toller Erfolg, der dem deutsch-namibischen HoH-Team zu verdanken ist.

Abgeschlossen wurde das jetzige HoH in Epako für die TeilnehmerInnen aus Deutschland und den USA durch eine kleine Feier im Township, bei der traditionell und auch modern getanzt wurde, es Schildkröte (Leber im Speckmantel) zu essen gab und wir alle viel Spaß hatten.

Wie immer ist die Zeit zu kurz und am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns alle in Windhoek voneinander.

Zum Abschluss eines anstrengenden, aber erfolgreichen Homes of Hope passen wohl am besten die Worte von Terry, unserem Bauleiter:

„Hierie huis is a klomp werk, maar as dit klar is, daan beteken dit iets. ”

Dieses Haus zu bauen ist sau viel Arbeit, aber wenn es fertig ist, dann hat es eine Bedeutung.

Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Gepostet inHomes of Hope am 13. März 2012 von Barbara Scharfbillig – Kommentiere als ErsteR!

Die ersten beiden Wochen des Homes of Hope (HoH) in Namibia waren abenteuerlich, unvorhergesehen und natürlich kam alles anders als wir dachten.

Gleichzeitig mit der Ankunft der Freiwilligen aus Deutschland wurde unsere Projektmanagerin des Omaheke San Trust ins Krankenhaus eingeliefert und nach einer langen Abstimmung wurde ich zur neuen Projektleiterin gekürt. Keine leichte Aufgabe, denn außer Afrikaans spreche ich keine der vielen Nationalsprachen… schon gar nicht Taa, Naro oder Khoekhoegowab.

Um das Projekt neu zu strukturieren und alle Genehmigungen neu einzuholen, schickte ich die Freiwilligen erst einmal nach Omitara an die Otjivero Primary School, um eine kürzlich gebaute Vorschule zu gestalten.

„The volunteers did an amazing job at our school. We could not believe how beautiful the classroom looks now. We thank Go Ahead! and Suni e.V. for their support and hope you will come again”, berichtet Direktorin der Otjivero Primary School, Rebekka Heita, am Ende des dreitägigen Aufenthaltes.

In der zweiten Woche ging es dann auf der Baustelle weiter und hier hieß es vor allem, einen Schilfzaun zu bauen. Also verschwanden unsere TeilnehmerInnen tief im „Urwald“ und schlugen fleißig mit ihren „Pangas“ (Macheten) um sich. Derweil wurde auf der Baustelle geschweißt und das Hausgerüst gebaut. Mittags aßen alle Esel, der am Abend zuvor noch auf unsere Ladefläche unseres Pick-Ups lag.

Heute gab es dann unerwarteten Besuch auf der Baustelle. Raul Fuentes Milani, Botschafter der Europäischen Union, und Nathalia Houlou, Education Program Officer der Europäischen Union, überzeugten sich vor Ort von der Arbeit der Kindergärtnerinnen und wurden über das Fortschreiten des Hausbaus informiert.

Die Kindergärtnerinnen Martha und Cecilia und ich durften dann zusammen mit der Delegation noch in ihren Botschafterlimousinen durch das Township Epako fahren und mehr über das namibische Bildungswesen und die Situation im Township berichten.

Damit ging für uns alle ein weiterer ereignisreicher Tag zu Ende und wir freuen uns auf die nächsten Wochen.

Sonnige Grüße aus dem 33 Grad heißen Namibia,

Barbara

Es geht los!

Gepostet inHomes of Hope am 04. März 2012 von Barbara Scharfbillig – 1 Kommentar

Beim Homes of Hope (HoH) in Namibia geht es in diesem Jahr darum, im Township Epako ein großes Wellblechgebäude für den Kindergarten „Tui Ni Diese“ zu bauen. Nachdem die Baupläne überarbeitet und die Verantwortungen verteilt wurden, fiel heute der Startschuss auf der Baustelle. Das Zelt, das bisher als Kindergarten diente, wird also erst einmal drei Meter nach hinten versetzt, um Platz für das neue Gebäude zu machen.

Noch bevor die Freiwilligen aus Deutschland eintreffen heißt es also für uns: das Fundament vermessen und gießen und die letzten nötigen Genehmigungen einholen. Da alle Beteiligten beim Bauprojekt aus der San-Bevölkerung kommen, die in Namibia oft die unterste soziale Schicht darstellt, ist dieses Projekt eine besondere Herausforderung. Nur wenige San können lesen, schreiben oder haben gelernt, einen rechten Winkel zu bestimmen.(Mein Mathelehrer hatte damals doch Recht, als er meinte, Pythagoras würde mir noch mal weiter helfen).

Wie so oft in der Kalahariwüste heißt es auch heute erst mal „warten“: auf den Lastwagen mit dem benötigten Sand. Und dann regnet es natürlich wieder, so dass wir nicht riskieren können, Zement zu verladen.

Aber es gibt auch so noch viel zu tun. Sophia und ich setzten uns also ins Auto und fahren nach Gunichas, um die Mädchen der Tswana-Tanzgruppe zu einem kleinen Workshop mit unseren Freiwilligen einzuladen. Wir haben eine unheimliche Begegnung mit einem aggressiven Chamäleon und packen die Zelte und Transportkisten für die Wochenendausflüge. Dann besorgen wir die Verpflegung für die nächste Woche, kaufen Baumaterial, bringen das Haus für die Freiwilligen auf Vordermann und reparieren noch zwei Türen. Am Ende des Tages können wir zufrieden sagen „ Et läuft“. Nur eben nicht so wie geplant …

In der Zwischenzeit ist unsere Kollegin Sarah nach Windhoek gefahren, um die deutschen TeilnehmerInnen des HoH einzusammeln und ihnen die Hauptstadt Namibias zu zeigen. Am Montag werde ich mich dann auf den Weg machen und alle HoH’ler in Windhoek abholen, um sie in die Kalahariwüste zu entführen.

Wir freuen uns schon sehr auf deren Ankunft und halten euch auf dem Laufenden.

Liebe Grüße aus der Kalahariwüste.

Barbara

Homes-of-Hope-Büro in der Kalahariwüste eröffnet

Gepostet inHomes of Hope am 17. Februar 2012 von Barbara Scharfbillig – 2 Kommentare

Hallo und liebe Grüße aus der Kalahariwüste,

zwei Wochen bevor das Homes of Hope (HoH) in Namibia beginnt, richten die beteiligten Organisationen das HoH-Büro in der Stadt Gobabis in der Kalahariwüste ein. Suni e.V., Go Ahead! und der Omaheke San Trust stellen dabei je mindestens eine/n MitarbeiterIn. Ich darf dabei Go Ahead! vertreten und freue mich schon sehr auf die vielen Herausforderungen, die wir hier zu bewältigen haben.

Von unserem Büro aus erfolgt die Koordination des interkulturellen Freiwilligenprojektes im Township Epako. Zusammen mit namibischen Freiwilligen aus Epako und in Abstimmung mit dem Bildungsministerium werden die TeilnehmerInnen des HoH ein Gebäude für den Epako Kindergarten bauen, der bisher in einem Zelt untergebracht ist.

Von Mitte Februar bis Mitte April wird hier in Gobabis in einem multikulturellen Team im HoH-Büro zusammengearbeitet. Verstärkung erhält das Team von Hausgecko Karel, der dafür sorgt, dass Käfer und Fliegen uns MitarbeiterInnen nicht zu nahe kommen. Wöchentlich werden wir aus Namibia alle Go Ahead‘ler über die Arbeit, Fortschritte und Erlebnisse auf dem Laufenden halten und hier im Go Ahead!-Blog erzählen, was gerade in Namibia passiert.

Besonders freuen wir uns in der Kalahariwüste auf die Ankunft der deutschen Go Ahead!-Freiwilligen am 27. Februar und sind sehr darauf gespannt, welche Abenteuer uns noch bevorstehen.

Liebe Grüße aus Gobabis und bis bald,

Barbara

Infos im Supermarkt – BreakTheCycle in Aßling

Gepostet inBreakTheCycle am 23. Januar 2012 von Martin Pregler – Kommentiere als ErsteR!

Aßling. Die Gemeinderäte Martin Gruber und Martin Pregler beteiligten sich am Welt-Aids-Tag an der BreakTheCycle-Kampagne mit einem Informationsstand im Rewe-Supermarkt in Aßling. Bei kostenlosem Punsch und Glühwein wurden Informationsflyer verteilt und Kinder mit roten und weißen Luftballons beschenkt. Erwachsene durften sich als Zeichen ihrer Solidarität eine rote Schleife anstecken. Darüber hinaus wurden längere Gespräche über die schwierige Situation und den Teufelskreis aus HIV, Armut und mangelnder Bildung geführt. Vor allem die Gespräche waren sehr interessant, da bei vielen Erwachsenen durchaus ein Bewusstsein für die Problematik vorhanden ist. Durch seine Erfahrungen aus einem Afrika-Aufenthalt im Rahmen des Homes of Hope Projektes in Uganda fiel es Martin Pregler leicht, „das Eis zu brechen“ und das Interesse an tiefgründigeren Gesprächen zu wecken. Sowohl die lokale Presse als auch die Radiosender hatten am 1. Dezember auf den Welt-Aids-Tag hingewiesen, sodass viele KundInnen des Rewe-Supermarktes schon etwas informiert waren und sich über die Thematik bereits einige Gedanken gemacht hatten. Viele GesprächsteilnehmerInnen lobten die Aktion und wünschten Go Ahead! bei den Projekten im südlichen Afrika viel Erfolg und Durchhaltevermögen.

Welt-Aids-Tag zum Mitmachen – Ein Tässchen Glühwein in Mainz

Gepostet inBreakTheCycle, Hochschulgruppen am 09. Januar 2012 von Tim Holzner – 1 Kommentar

Mainz, 1. Dezember 2011, 17 Uhr:

Mehr als 30 „Leichen“, verteilt auf dem nasskalten Kopfsteinpflaster des Neubrunnenplatzes in der Innenstadt, lassen vorbeigehende PassantInnen stutzen. Viele bleiben stehen und lesen die Nachrichten, die ihnen die Toten auf Papier mitteilen. „In Südafrika stirbt alle 2 Minuten ein Mensch an den Folgen von Aids“ steht da und noch viele weitere erschreckende Fakten. Aids? Klar! Heute ist Welt-Aids-Tag!

Wer zuvor am Stand der Mainzer Hochschulgruppe von Go Ahead! vorbeigekommen ist, wird das wahrscheinlich gewusst haben. Nur wenige Meter entfernt von den in der Fußgängerzone herumliegenden „Toten“ erwartete die Mainzer Bevölkerung Aufklärungsarbeit und vorweihnachtliche Verköstigung.

Den ganzen Nachmittag über konnte man bei den Hochschulgruppenmitgliedern Glühwein, Kinderpunsch und – ganz mainzerisch – Brezeln mit Spundekäs gegen eine Spende für Go Ahead! erwerben. Zu jedem Becher oder jeder Brezel gab es Infos gleich dazu. Flyer und Aidsschleifen sowie warme Worte und Sympathie wurden an alle PassantInnen großzügig verteilt.

Nicht zuletzt angelockt durch ein laufendes und sprechendes Kondom, fand der Stand regen Zuspruch und mehr und mehr Menschen erklärten sich zur Teilnahme am Flashmob bereit. Ausgerüstet mit so genannten ‚Fact-Sheets’ unterbrach man wenig später das Rahmenprogramm zum Welt-Aids-Tag auf dem Neubrunnenplatz durch kollektives Umfallen und lenkte so die Aufmerksamkeit der Umstehenden auf sich und die Aids-Problematik, nicht nur in Südafrika.
Die Aktionen zum Welt-Aids-Tag wurden in Zusammenarbeit mit dem entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz ELAN durchgeführt. Im Anschluss an den Flashmob zeigte ELAN im nahe gelegenen Capitol-Kino den Film „Themba“ über einen HIV-positiven Fußballprofi aus einem südafrikanischen Township.

Angekündigt wurde die Aktion nicht nur durch Plakate und Flyer in der ganzen Stadt, sondern auch im Rahmen eines Glühwein- und Waffelstandes auf dem Campus der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität, mit dem die Hochschulgruppe eine Woche zuvor bei den Studierenden für gute Laune, Problembewusstsein und Mitmach-Bereitschaft gesorgt hatte.

An den beiden Ständen kam insgesamt eine Spendensumme von mehr als 400 Euro zusammen, die an das Learning Center in KwaZulu-Natal geht. Eine weitere Fundraising-Aktion, bei der die Reste der insgesamt 100 Liter Glühwein an Mann und Frau gebracht wurden, fand am 14.12. statt.

An mittlerweile bereits drei Donnerstagen fanden außerdem Fachvorträge zum Oberthema „Aktuelle Aspekte der Entwicklung in Afrika“ an der Mainzer Uni statt. Die Hochschulgruppe von Go Ahead! hatte dazu in Kooperation mit dem Studium Generale der Universität Experten eingeladen, die im Rahmen der Vortragsreihe über verschiedene Themen referierten. Zur Teilnahme waren alle Interessierten eingeladen – Studierende und Nicht-Studierende gleichermaßen.

Der erste Vortrag, gehalten vom Mainzer Universitätsprofessor Helmut Asche, behandelte das Thema der Reihe in Bezug auf Südafrika, während in der Woche darauf Professor Johannes Michael Nebe von der Universität Trier zum Thema „Elimu kwa wote: Bildung für Alle? – Der Bildungshunger in den informellen Schulen in den Slums von Nairobi – ein Weg aus der Armut?“ referierte.

Am 8.12. erläuterte Jasmin Dirinpur von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GIZ die Rolle Fußball-basierter Aids-Präventionsprogramme in Südafrika.

Ein weiterer Vortrag mit dem Titel „50 Jahre Unabhängigkeit in Afrika. Kontinuitäten, Brüche, Perspektiven“, präsentiert von Professor Thomas Bierschenk aus Mainz, wird am 12.01.2012 den Abschluss der Reihe bilden. Die Vorträge finden immer im Hörsaal C02 (auf dem Uni-Campus im Gebäude „Neue Chemie“, direkt hinter der Zentralmensa) statt.

Alle sind herzlich zur Teilnahme eingeladen!

München lässt Kondome in die Luft fliegen

Gepostet inBreakTheCycle, Hochschulgruppen am 16. Dezember 2011 von Lena Sperl – Kommentiere als ErsteR!

Zum diesjährigen Welt-Aids Tag (1.Dezember) hat sich die Hochschulgruppe München etwas Besonderes ausgedacht: die Studentinnen und Studenten der TU München konnten sich für einen guten Zweck nicht nur mit Punsch und Kuchen versorgen, sie hatten sogar die Möglichkeit ein Kondom in den Himmel steigen zu lassen.

Von 10.00 bis 15.00 Uhr organisierten die Münchner Go Ahead!ler in der Mensa einen großen Infostand, an dem es von selbsgebackenem Kuchen und Früchtepunsch über kostenlose Aidsschleifen bis hin zu Antworten auf alle Fragen alles gab, was das (Student/innen-)Herz begehrt. Damit knüpfte die Hochschulgruppe an ihre sehr erfolgreiche Aktion aus dem Vorjahr an. Vor der Mensa gab es dieses Jahr zusätzlich einen Stand, an dem jede/r für eine kleine Spende ein mit Helium gefülltes Kondom steigen lassen konnte. An diesem Kondom wurde eine eigens für diesen Zweck entworfene Postkarte befestigt. Diese Karte soll auf die HIV/Aids Problematik aufmerksam machen und die Kunde in die Welt tragen. Außerdem ist sie teil eines Gewinnspieles, mit dem möglichst viele Student/innen zum Mitmachen ermuntert werden sollten: der/die Besitzer/in der Karte, die am weitesten fliegt und zurück geschickt wird, gewinnt 10 l Glühwein! Mit dieser Kombination aus Gewinnspiel und „Gutes tun“ konnte die Hochschulgruppe ca. 115 Kondome mit ihrer Botschaft in den Himmel steigen lassen und nebenher ein paar Spendengelder für die Projekte der Organisation sammeln.

Auf Grund der sehr warmen Temperaturen war die Nachfrage am Punschstand eher gering. Auch bedauerlich war, dass die Hochschulgruppe keinen Glühwein ausschenken durfte, denn der kommt bei Student/innen bekanntlich noch besser an… Aber es wird auf jeden Fall ein nächstes Mal geben!

Insgesamt wurden am diesjährigen Welt-Aids Tag in München 293,50 Euro an Spenden generiert und viele Menschen mit der Botschaft von Go Ahead! erreicht. Dieses tolle Ergebnis beruht auf der engagierten Mitarbeit der Hochschulgruppen Mitglieder und deren Unterstützer/innen sowie dem netten Entgegenkommen der Münchner Aidshilfe, des BallonCentrums München und dem Asta, der Studierendenvertretung in München.

Die Hochschulgrppe München bedankt sich bei allen oben genannten und freut sich schon auf die nächste Zusammenarbeit!

Paderborn slammt gegen den Teufelskreis

Gepostet inBreakTheCycle, Hochschulgruppen am 06. Dezember 2011 von Alexandra Demuth – 1 Kommentar

Auch in Paderborn ist die BreakTheCycle-Kampagne nicht unbemerkt geblieben: Am vergangenen Dienstag wurde das Campusgelände der Universität so mit Kreidespray verschönert, dass für mehrere Tage das Logo der Kampagne die Gehwege zierte. Doch das war nicht alles: Beim Profs-vs-Profis-Slam am Dienstagabend traten unter dem Motto der Kampagne Professoren der Universität gegen professionelle Slammer wie den ehemaligen Slam-Weltmeister Sebastian23 an. Bei dem Event, das von fast 1.000 Gästen besucht wurde und nicht nur das Auditorium Maximum, sondern auch einen weiteren Hörsaal füllte, wurden insgesamt über 6500 Euro erwirtschaftet, die komplett als Spende an das Projekt „Learning Center“ fließen werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung wurde ein Lipdub-Film zu dem Song „Don’t stop me now“ von Queen aufgenommen. Dieser Film hat ebenfalls als Werbeaktion für die BreakTheCycle-Kampagne fungiert. Der Queen-Hit passt nicht nur textlich zur Kampagne, sondern erinnert zudem an den vor 20 Jahren an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung verstorbenen Sänger Freddy Mercury.

Der Film lief am Weltaidstag im Eingangsbereich der Universität Paderborn in Endlosschleife. Gleichzeitig informierte das Go Ahead!-Team über die Anti-Aids-Kampagne. Es wurden Flyer zu den Projekten von Go Ahead! verteilt und nähere Informationen zum Kampf gegen Aids angeboten.

Von Maximilian Jung und Alexandra Demuth

Menschliche Stolpersteine in Freiburg

Gepostet inBreakTheCycle, Hochschulgruppen am 03. Dezember 2011 von Eva Maassen – Kommentiere als ErsteR!

Dienstagnacht machten sich vier eingepackte Gestalten mit Kreidespray und Schablone auf den Weg in die Freiburger Innenstadt, um diese ein wenig zu verschönern. Nach anfänglichen Dosierungsproblemen waren bald sämtliche Gullideckel mit gut lesbaren BreakTheCycle-Logos versehen und wurden von ersten Nachteulen neugierig begutachtet.

Am nächsten Morgen das böse Erwachen: Der erste Regentag im bisher trockenen November! Doch das Kreidespray zeigte sich resistenter als gedacht und so stolperte die Freiburger Studentenschaft am Mittwoch auf ihren diversen Wegen zu Mensa, Vorlesung und Co. immer wieder über die weißen Kreidelogos am Boden.

Am Nachmittag lagen zusätzlich noch menschliche Stolpersteine im Weg. Gut ein Dutzend Studenten, ausgestattet mit Info-Schildern zu HIV/AIDS im südlichen Afrika, lag in einem Durchgangsgebäude und rührte sich mehrere Minuten nicht vom Fleck. Die Reaktionen waren durchweg positiv und hätten die am Boden liegenden die Augen geöffnet, hätten sie nicht selten in Gesichter interessierter Schilder-Leser geblickt.

Abschließend fand am Weltaidstag der alljährliche Waffelverkauf statt, bei dem am Ende auch kritische Stimmen zur Aktion laut wurden – allerdings nur, weil der Waffelteig alle war.